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Agility hat sich mittlerweile zu einer der beliebtesten Hundesportarten überhaupt entwickelt.
Eine Erklärung hierfür ist schnell gefunden: Agilty wird nie langweilig - im Gegenteil wer einmal mit dem "Virus" Agility infiziert ist, wird ihn nicht so schnell wieder los!

Beim Agility kommt es nicht nur auf Schnelligkeit und Wendigkeit an. Vor allem und an ersten Stelle braucht es ein harmonisches Zusammenspiel von Mensch und Hund. Kommunikation in Form von Körpersprache spielt eine große Rolle -

denn nur wenn die Kommunikation zwischen Mensch und Hund reibungslos funktioniert, dann wird man die anspruchsvollen Parcourse zusammen bewältigen können.

Die weiteren Themen dieser Seite:

I. Hinweise für das Training bei uns

II. Die Größenklassen

III. Agility-Regeln

IV. Aufwärmtraining

V. Übungsparcours zum Downloaden


I. Hinweise für das Training bei uns:

Mitzubringen sind:

  • Lieblingsleckerli - kein Trockenfutter, sondern etwas Feines und Weiches (damit Hundi nicht lang kauen muss)
  • Lieblingsspielzeug des Hundes (Ball, Beißwurst... was euer Hund gerne mag)
  • Bauchtasche oder Gürteltasche (zum schnellen Belohnen)
  • Sportliche Kleidung, insbesondere Schuhe in denen ihr gut laufen könnt!!!
  • Gute Laune - denn Agility is Fun!

 

II. Die Größenklassen im Agility:

- Mini (Small) Schulterhöhe des Hundes kleiner als 35 cm, Sprunghöhe 25 bis 35 cm

- Midi (Medium) Schulterhöhe des Hundes kleiner als 43 cm, Sprunghöhe 35 bis 45 cm

- Standard (Large) Schulterhöhe ab 43 cm, Sprunghöhe 55 bis 65 cm


III. Agility-Regeln

1. Während des Parcourslaufs ist der Hund „nackt“, d.h. er trägt weder Halsband noch Geschirr. Vor der ersten Hürde wird ihm das Halsband ausgezogen und erst im Ziel wieder angelegt.

2. Der Hund darf während des Laufs nicht angefasst oder berührt werden. (Im Training natürlich schon, das Ziel sollte aber sein, den Hund ohne Berührung durch den Parcours führen zu können)

3. Ziel ist es, den Parcours in erster Linie fehlerfrei und in zweiter Linie möglichst schnell zu absolvieren

4. Der Slalom darf nur von der rechten Seite eingefädelt werden. D.h. die erste Stange muss beim Einfädeln links vom Hund sein.

5. Kontaktzonen gelten als gelaufen wenn mindestens ein Teil einer Pfote die Zone berührt hat.

6. Als Fehler werden beim Agility gewertet:

- Stangenabwurf

- Verweigerung

- Überspringen/keine Berührung der Kontaktzonen

- falsches Einfädeln am Slalom

- Auslassen einer Stange am Slalom

- Berühren/Anfassen des Hundes

Ein Fehler wird mit 5 Punkten geahndet.

7. Disqualifikation erfolgt wenn:

- der Hund ein falsches Hindernis nimmt

- der Hund in das falsche Tunnelloch läuft

- der Hund ein Hindernis komplett zerstört/umräumt, das noch einmal genommen werden muss

- der Hund nach einer Verweigerung das nächste Hindernis nimmt (ohne die Verweigerung zu korrigieren)

- bei der dritten Verweigerung insgesamt

 

Die goldene Regel:

Der Hund darf auf dem Parcours niemals bestraft oder beschimpft werden. Wörtchen wie „Nein“, „Pfui“, „Lass das“ usw. sind im Agility ausdrücklich untersagt. Auch Befehle wie „Fuss“ oder „Hier“ sind absolut fehl am Platz. Auch das Wörtchen "Langsam" wird von echten Agilitysportlern geächtet! :-)

IV. Aufwärmtraining

Für Fußballer, Tennisspieler, Leichtathleten ist es selbstverständlich: Kein Leistungssportler würde ohne Aufwärmtraining auf den Platz gehen, sei es auf einem Turnier oder im Training. Doch bei unseren Hunden nehmen wir es leider oft nicht so genau mit dem Aufwärmen. Sollten wir aber!

Denn ein richtiges Aufwärmtraining bereitet Muskeln und Gelenke auf die anstehende Belastung vor und reduziert somit das Verletzungsriskio und die Gefahr langfristiger Verschleißerscheinungen.

 

Ein ideales Aufwärmtraining sieht wie folgt aus:

1. Phase: Durchlockern des Hundes (10 bis 15 Min.)

Hierbei gehen wir mit dem Hund in in lockerem Tempo an der Leine. Zunächst im Schritt, dann im Trab. Alternativ kann man mit dem Hund auch vor dem Training 10 bis 15 Minuten an der Leine spazieren gehen, dies hat zugleich den Vorteil, dass der Hund noch vor dem Training sein Geschäft verrichten kann.

2. Phase: Dehnungsübungen (mind. 5 Min.)

Dehnungsübungen lassen sich am einfachsten realisieren, wenn der Hund schon einige Kunststücke aus dem Dogdance beherrscht. Beim Dehnen sollte man unbedingt darauf achten, dass der Hund die Übungen langsam ausführt.

Sinnvolle Übungen sind z.B:

- "Verbeugen" bzw. "Streck dich"

- "Kriechen" (dehnt Muskulatur der Hinterbeine)

- "Pfote geben" oder "Gimme five"

- "Männchen machen" (auch mit Vorderpfoten abstützen)

- Rückwärtsgehen

- "Twisten" (Kreisbewegungen um die eigene Achse)

- Slalom durch die Beine des Menschen

Zwischen den Übungen sollte man den Hund immer wieder durchlockern, indem man eine kurze Strecke trabt oder ein kurzes Zerrspiel macht. Die genannten Dehnungsübungen kann man auch unmittelbar vor dem Start durchführen, um den Hund warm zu halten.

3. Phase: Kleine Sprünge und Galoppstrecken (mind. 5 Min.)

Zu Beginn des Trainings sollte man dann nicht gleich mit hohen Sprüngen loslesen. Erstmal die Stangen eine Runde niedrig legen. Kurze Galoppstrecken mit dem Hund laufen und ihn langsam einspringen lassen.

Cool down nach dem Training:

Nach dem Training empfiehlt sich dann ein sogenannter "Cool Down", wie wir ihn auch vom Sport kennen. Nicht direkt den Hund ins Auto packen, sondern lieber noch mit den Artgenossen spielen lassen während wir die Geräte vom Platz wegräumen. Anschließend vielleicht noch ein kurzer Spaziergang wenn Zeit ist.

Nehmt euch diese paar Minuten vor jedem sportlichen Training - nicht nur dem Agi, sondern auch Frisbeewerfen, Ballspielen usw. - im Sinne eurer Hunde und ihrer Gesundheit!!!