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Leider hat der kranke Eduard es nicht geschafft. Er ist immer mehr verkümmert. Nach Rücksprache mit dem größten deutschen Egelzüchter www.blutegel.de hat sich bestätigt, was ich mir schon vorher angelesen hatte.

Eduard hat in kürzester Zeit soviel Blut von Carmen aufgesaugt, (und alleine das ist für Egel schon eine Extremleistung, da sie nur sehr selten eine Mahlzeit nehmen, manchmal bis zu 2 Jahre nicht), dass in seinem Körper der gerinnungshemmende Stoff, die Saliva, nicht mehr für ihn selbst ausgereicht hat. So hat das aufgenommene Blut Gerinnsel gebildet, daher ist er so schrumpelig und hügelig geworden. Er sah, wie ihr im Video unschwer erkennen können, nur noch aus wie eine kleine, dünne Ziehharmonika oder im besten Fall eine Perlenkette. Zwar hat er die ganze Zeit versucht, das Blut zu erbrechen, jedoch ist er dabei immer schwächer geworden.

Diplom-Biologe Michael Aurich von der Biebertaler Blutegelzucht hat uns über diese Vorfälle informiert. Er meinte, dass die Egel dann in den allermeisten Fällen sterben.

Eduard hat sich lange, lange tapfer an seinem Beckenrand festgehalten. Er hat ständig versucht, immer kleinere Blutmengen rauszuwürgen und so kam es, dass er stundenlang nur noch schwach und bewegungslos auf dem Boden seines Beckens lag. Leben war kaum noch in ihm.

Irgendwann konnten wir dann nicht mehr zusehen, da Eduard nicht mehr zu retten war. Sein einer Saugnapf war schon kraftlos entspannt und mit Festhalten war nix mehr. So haben wir uns ein Herz gefaßt und haben Eduard, so hart wie es klingt, eingefroren. Mit seinem gesamten kleinen Becken haben wir ihn in die Kühltruhe gestellt, da Egel oft im Schlamm, wenn sie nicht tief genug eingegraben sind, einfach erfrieren und Herr Aurich meinte, das wäre die schmerzfreieste und natürlichste Methode sein Leiden endlich zu beenden.

So, gesagt, getan, Eduard ist tot... armes Egelchen!